Gerne folgten wir der Einladung des Trachtenvereins Pfarrkirchen im Rottal anlässlich seines 100-jährigen Bestehens. Gefeiert wurde am 12. April mit einem großen Volksfest, das rund 3.000 Besucher anzog – darunter zahlreiche Trachtenvereine, Musikkapellen und Spielmannszüge aus ganz Bayern.

Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg ins benachbarte Bayern. Am Vormittag begleiteten wir als einer von insgesamt neun Zügen – unter den wachsamen Augen unserer Zugführer – die Besucher zum gemeinsamen Open-Air-Festgottesdienst im Theatron. Jeder Zug setzte sich aus einer Musikkapelle bzw. einem Spielmannszug, verschiedenen Vereinen, Ehrengästen (unter ihnen die Landtagspräsidentin Ilse Aigner) sowie Feuerwehren zusammen. Begleitet wurde der Festzug auch von Schüssen der Schützen. Da war so mancher schreckhafter Moment dabei.

Während die Feierlichkeiten des Festgottesdienstes stattfanden, kehrten wir zum Festzelt zurück, wo wir uns auf unseren Auftritt vorbereiteten und die Gelegenheit zum Mittagessen nutzten. Zur Mittagszeit gestalteten wir schließlich einen etwa einstündigen Frühschoppen mit traditionellen Märschen und Polkas, aber auch mit schwungvollen modernen Stücken.

Erstmals führten Annika Gierlinger und Mathias Mairhofer mit Witz, Charme und interessanten Einblicken rund um die beiden Pfarrkirchen durch das Programm – eine rundum gelungene Premiere! Für eine besondere Überraschung sorgte Mathias, als er bei der Polka „Wir Musikanten“ kurzerhand zum Mikro griff und den Text mitsang – und das vor einem bestens gefüllten Festzelt. Wir finden: Ganz schön mutig und super gelungen!

Geleitet wurden wir an diesem Tag von Laura Amerstorfer, die unseren Kapellmeister Luki hervorragend vertrat, während dieser seinen wohlverdienten Urlaub in Italien genießt.

Nach den Festreden und Darbietungen der Trachtenvereine hieß es erneut Aufstellung nehmen – diesmal zum Festmarsch durch die Stadt Pfarrkirchen. Eine besondere Tradition dort: Es wird keine Runde marschiert, sondern an einem Punkt umgedreht, sodass ein Gegenzug entsteht. Gar nicht so einfach, im Gleichschritt zu bleiben, wenn zwei Kapellen gleichzeitig nebeneinander musizieren – aber auf jeden Fall eine lustige und einzigartige Erfahrung!

Eine amüsante Anekdote am Rande: Der gesamte Festzug – inklusive uns „Landeiern“ aus Pfarrkirchen/Mkr. – musste am Bahnübergang warten, weil die Deutsche Bahn tatsächlich pünktlich durch Pfarrkirchen (Rottal) fuhr. Ein Erlebnis, das wir von zuhause so nicht kennen – schließlich haben wir nicht einmal eine Ampel im Ort!

Zurück im Festzelt hieß es schließlich: Instrumente verstauen und den Tag gemütlich ausklingen lassen. Bei einer Maß Bier oder einer Weißweinschorle, begleitet von traditioneller Blasmusik, wurde noch ausgelassen gefeiert. Wer wollte, konnte außerdem im Vergnügungspark seine Runde drehen – vom Riesenrad bis zu actionreichen Fahrgeschäften war für jeden etwas dabei.

Und weil manche offenbar noch nicht genug hatten, wurde auch auf der Heimfahrt im Bus weitergesungen und musiziert.

Es war ein langer, erlebnisreicher und auch anstrengender Tag, den wir alle in bester Erinnerung behalten werden.

Danke für die Einladung, liebe Freunde aus Pfarrkirchen – es war uns eine große Freude, Teil eures besonderen Jubiläums zu sein!